„Ich erwarte, dass man als Kunde von Zuhälterei nichts mitbekommt.“

FKK Safari, Fellbach bei Stuttgart, Datum unbekannt

mitgefühl3

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„Naja, wenn man das so sieht, dann darf man keines der Etablissements mehr betreten. Die Jungs sind überall im Hintergrund tätig. Die wenigen Ausnahmen in denen die Frauen tatsächlich bewusst, alleine und nur für sich tätig sind kannst du in jedem Laden an den Fingern abzählen. Realistisch ist es dann auch oft eine abgewandelte Form des Pimps, nicht der tätowierte Muskelmann im dicken Auto vor der Tür, sondern die Familie zu Hause, welche über die Tochter komplett finanziert wird und mit entsprechendem psychischen Druck die Einnahmen sicherstellt. Das alles ist mir durchaus bewusst und keinesfalls gleichgültig, aber ich erwarte vom Betreiber eines Clubs, dass er das außen vorlässt und man von all dem nichts mitbekommt. Das hat im Safari zumindest am letzten Samstag nicht funktioniert, was dann zur Abreise führte.

Ich kann die Welt nicht retten und die Frauen aus ihrer misslichen Lage befreien, aber ich gehe respektvoll mit ihnen um und habe Verständnis für die Gesamtsituation. Ansonsten bliebe als Alternative und Ablehnung gegenüber dem System nur ein Ausstieg aus dem Ganzen. Dann würde man mit den Freunden in ein Thermalbad fahren und keinen Paysex mehr praktizieren.

‚Hinter den Kulissen‘ war ich lang genug unterwegs. Ich kenne die Betreiber-Seite und die Verflechtungen insgesamt, was mit der überspitzten Darstellung in den Medien nicht so viel zu tun hat, aber man kann das Gesamte nicht revolutionieren oder verbessern. Die Frauen sind in dem System im Großteil die Ausgebeuteten, die ihren Körper und ihre Psyche verkaufen. Sei es aus vorgespielter Verliebtheit (Konzept Loverboy) oder mit physischem Druck (klassischer Zuhälter). Wie viele junge Mädchen erzählen stolz von ihrem ‚Freund‘, der nebenher sechs andere Frauen hat, aber sie ist die einzig Wahre und die gemeinsame Zukunft blablabla – die Loverboys werden immer mehr und die Frauen fallen (leider) darauf herein. Aufklärungsversuche enden in Streit und in einigen Fällen konnte ich zumindest nach längerer Zeit, wenn dann doch alles anders kam mit dem Typ, ihr sagen ’siehst du, ich hatte recht‘. 😉

Wer ernsthaft meint er wollte Zwangsprostitution nicht unterstützen, sollte das Hobby einfach an den Nagel hängen. Ansonsten einfach mal zum Feierabend der Frauen beobachten, er alles von den dicken Autos mit osteuropäischen Kennzeichen in Gruppen eingesammelt werden… oder auf die tätowierten Firmenstempel achten… oder auf die Gruppenbildung der Frauen… usw usw usw.“

Die Besitzer des FKK Safari sind affiliiert mit organisierten Verbrechern, denen Menschenhandel, Zwang und Körperverletzung vorgeworfen wird.

Quelle: Ladies Forum. Datum unbekannt. Abrufdatum unbekannt.

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